„Nehmen Sie sich die Zeit, sich zu informieren – es lohnt sich immer, mehr zu erfahren“

GLOSSAR

Wichtige Begriffe und Fachausdrücke von A-Z kurz erklärt und die Ihnen helfen, sich besser im Thema Social Impact zurechtzufinden. 

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5 Impact Cluster
Ein von QOMUNITY entwickeltes Strukturmodell zur Bewertung sozialer Nachhaltigkeit in Quartieren. Die fünf Cluster umfassen Urban Mix, Infrastruktur, Identität, Konnektivität und Umfeld. Jede Kategorie beschreibt zentrale Wirkungsbereiche wie z. B. Nutzungsmischung, Mobilitätskonzepte, soziale Netzwerke oder architektonische Qualität. Das Modell dient als Grundlage zur Messung und Entwicklung sozial nachhaltiger Quartiere.

A


Avatarmoderierte Präsentationen
Digitale Schulungsformate, in denen virtuelle Moderatoren interaktiv Wissen zu Social Impact und sozialer Nachhaltigkeit vermitteln.

B


Berichterstattungspflichten (Social Impact Reporting)
Unternehmen und Organisationen, die soziale Nachhaltigkeit umsetzen, müssen zunehmend über ihre sozialen Aktivitäten berichten. Dies wird durch CSRD und andere EU-Vorgaben reguliert.

Bestandsentwicklung
Die soziale, ökologische und wirtschaftliche Weiterentwicklung bestehender Wohnquartiere. Dabei stehen Maßnahmen zur Förderung von Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Lebensqualität im Fokus.

C

Corporate Social Responsibility (CSR)
Unternehmensverantwortung für soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit über gesetzliche Anforderungen hinaus.

CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive)
EU-Richtlinie zur verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung für große Unternehmen und zunehmend auch für mittelständische Organisationen.



Community-Building
Der gezielte Aufbau und die Stärkung sozialer Strukturen in Quartieren. Ziel ist es, ein aktives Miteinander, Identifikation mit dem Wohnumfeld und soziale Teilhabe zu fördern. QOMUNITY nutzt Community-Building als zentrales Instrument für sozialen Impact.

D


Digitale Quartiersplattform
Eine Online-Plattform für die Vernetzung und Interaktion innerhalb einer Wohnungsgenossenschaft oder eines Quartiers.

E


ESG-Kriterien
Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance); internationale Maßstäbe zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Unternehmen und Organisationen.

ESRS (European Sustainability Reporting Standards)
EU-Standards, die Unternehmen bei der Umsetzung der CSRD-Berichterstattung helfen. Besonders relevant sind die sozialen Aspekte unter ESRS S3 (Betroffene Gemeinschaften) und ESRS S4 (Endnutzer & Verbraucher).

EU-Taxonomie für soziale Nachhaltigkeit
Ein von der EU entwickeltes Klassifikationssystem zur Definition von sozial nachhaltigen wirtschaftlichen Tätigkeiten.

EU-Sozialtaxonomie
Ein von der EU entwickeltes Rahmenwerk zur Klassifikation sozial nachhaltiger wirtschaftlicher Aktivitäten. Die Sozialtaxonomie soll analog zur Umwelt-Taxonomie definieren, welche sozialen Ziele als nachhaltig gelten. Dazu zählen unter anderem menschenwürdige Arbeitsbedingungen, sozialer Zugang zu Wohnraum und die Förderung integrativer Gesellschaften. Sie hat bisher Empfehlungscharakter, wird aber künftig als Bestandteil der EU-Regulatorik erwartet.

F


FAQ-Sessions
Regelmäßige Fragestunden, in denen Wohnungsgenossenschaften spezifische Fragen zum Thema Social Impact stellen und Antworten von Experten erhalten.

G


Gemeinwohlökonomie (GWÖ)
Ein alternatives Wirtschaftsmodell, das den Erfolg von Organisationen nicht an Gewinnmaximierung, sondern am Beitrag zum Gemeinwohl misst. Aspekte wie Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit stehen im Vordergrund.

Genossenschaftlicher Mehrwert
Der soziale, wirtschaftliche oder ökologische Nutzen, den eine Wohnungsgenossenschaft ihren Mitgliedern bietet.

Governance (G in ESG)
Steuerungs- und Kontrollmechanismen innerhalb von Organisationen, um nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung sicherzustellen.

H

Human Rights Due Diligence (HRDD)
Ein Konzept, das Unternehmen dazu verpflichtet, Menschenrechte entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu respektieren und sicherzustellen.

I

Impact Cluster Modell
Modell zur systematischen Erfassung und Bewertung der sozialen Wirkung eines Quartiers in fünf Kernbereichen (u. a. Infrastruktur, Identität, Urban Mix).

Indikatoren für Social Impact
Messgrößen zur Bestimmung der sozialen Nachhaltigkeit eines Wohnquartiers, z. B. Zufriedenheit der Bewohner, soziale Interaktion oder Umweltbewusstsein.

Impact-Ziele
Zielsetzungen innerhalb eines Quartiersprojekts, die auf die Erzeugung positiver gesellschaftlicher Wirkung abzielen. Sie dienen als Grundlage für Maßnahmenplanung, Monitoring und Reporting im Rahmen sozialer Nachhaltigkeit.

K

KPI (Key Performance Indicator)
Kennzahlen, die verwendet werden, um Fortschritte hinsichtlich sozialer, ökologischer oder ökonomischer Zielsetzungen zu messen. Im Social Impact Kontext können das z. B. Beteiligungsquoten, Mieterzufriedenheit oder Nutzung gemeinschaftlicher Einrichtungen sein.

L

Live-Webinare
Interaktive Online-Veranstaltungen, die Genossenschaften praxisnahes Wissen zu Social Impact und sozialer Nachhaltigkeit vermitteln.

M

Mediathek für Social Impact
Eine Sammlung von Präsentationen, Schulungen und Best Practices zur Förderung sozialer Nachhaltigkeit in Wohnquartieren.

Messbarkeit des Social Impact
Die Erfassung und Auswertung sozialer Nachhaltigkeit mit anerkannten Methoden wie SROI, ESG-Indikatoren oder EU-Taxonomie-Kriterien.

Multi-Stakeholder-Ansatz
Ein methodischer Ansatz, der verschiedene Interessengruppen (z. B. Mieter:innen, Kommune, Genossenschaft, Dienstleister) aktiv in Entwicklungsprozesse einbezieht. Ziel ist es, nachhaltige und akzeptierte Lösungen gemeinsam zu gestalten.

N

Nachhaltige Quartiersentwicklung
Planung und Umsetzung von Wohnprojekten mit langfristigem Fokus auf soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeitsberichterstattung (Sustainability Reporting)
Ein strukturiertes Berichtssystem zur Offenlegung der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit eines Unternehmens oder einer Organisation.

P

Positive soziale Wirkung (Social Value Creation)
Der langfristige Nutzen sozialer Nachhaltigkeitsmaßnahmen für Mieter, Bewohner und Kommunen.

Principle of Do No Significant Harm (DNSH)
Prinzip innerhalb der EU-Taxonomie, das sicherstellt, dass eine Aktivität keine negativen sozialen oder ökologischen Auswirkungen hat.

Q

Quartiers-App
Eine digitale Plattform für Bewohner zur Organisation von Nachbarschaftshilfe, gemeinschaftlichen Aktivitäten und sozialem Austausch.

Q7 Handlungsfelder
Ein Managementmodell von QOMUNITY zur strategischen Umsetzung und Messung sozialer Wirkung in Quartieren. Die sieben Handlungsfelder umfassen zentrale Maßnahmenbereiche wie z. B. Nachbarschaft, Mobilität, Gesundheit, Bildung, Nachhaltigkeit oder Identität. Sie bilden die Basis für die systematische Umsetzung und fortlaufende Impactmessung im Quartierskontext.

R

Roadshow Social Impact – Eine Veranstaltungsreihe zur Sensibilisierung und Schulung von Wohnungsgenossenschaften im Bereich soziale Nachhaltigkeit.

Relevante EU-Regulatorik im Quartierskontext – Vorschriften, die den sozialen und nachhaltigen Betrieb von Wohnquartieren betreffen, insbesondere durch EU-Taxonomie, CSRD, ESRS und ESG-Standards.

S

Social Impact – Die soziale Wirkung und der gesellschaftliche Nutzen, den eine Organisation oder ein Projekt für eine Gemeinschaft schafft.

Social Impact Status Check – Ein Analyseverfahren zur Messung und Bewertung der sozialen Nachhaltigkeit innerhalb einer Wohnungsgenossenschaft.

Social Impact Zertifikat – Eine Auszeichnung für Wohnungsgenossenschaften, die nachweislich soziale Nachhaltigkeit in ihre Quartiere integrieren.

Social Return on Investment (SROI) – Eine Methode zur Berechnung des gesellschaftlichen Nutzens einer Investition in soziale Projekte.

Sustainable Development Goals (SDGs) – Die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die als Orientierung für soziale und ökologische Nachhaltigkeitsmaßnahmen dienen.

Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) – Eine EU-Regulierung, die Transparenzanforderungen für nachhaltige Finanzprodukte festlegt und dabei auch soziale Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt.

T

Themenpräsentationen – Kurzvorträge zu relevanten Social Impact Themen, die Wohnungsgenossenschaften als On-Demand-Wissensquelle zur Verfügung stehen.

Transformation sozialer Nachhaltigkeit – Die schrittweise Anpassung und Verbesserung sozial nachhaltiger Maßnahmen innerhalb von Wohnungsgenossenschaften und Quartieren.

Transparenzpflichten in der EU-Taxonomie – Verpflichtungen für Unternehmen, offenzulegen, inwiefern ihre Geschäftsaktivitäten mit den sozialen und ökologischen Taxonomie-Kriterien übereinstimmen.


FAQ

Finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema Qomunity & Social Impact für Wohnungsgenossenschaften.
Social Impact bezeichnet die gesellschaftliche Wirkung von Maßnahmen, die über den rein wirtschaftlichen oder ökologischen Nutzen hinausgehen. Dazu zählen zum Beispiel gestärkte Nachbarschaften, Teilhabechancen, gesteigertes Wohlbefinden oder bessere Bildungschancen. Soziale Nachhaltigkeit ist dabei ein zentraler Teilaspekt.
Die Messung des gesellschaftlichen Nutzens zeigt, welchen konkreten Beitrag eine Genossenschaft für ihre Mitglieder und das Quartier leistet. Dies stärkt Transparenz, Legitimation gegenüber Stakeholdern, ermöglicht Zugang zu Fördermitteln und ist relevant für ESG- und Nachhaltigkeitsberichte.
Ein standardisiertes Verfahren von QOMUNITY zur Erhebung und Bewertung gesellschaftlicher Wirkungen im Quartier. Der Status Check analysiert Stärken, Potenziale und Entwicklungsfelder und bildet die Basis für gezielte Maßnahmen sowie für Berichte nach CSRD/ESRS.
Community-Building zielt auf die bewusste Entwicklung von Gemeinschaft im Quartier: durch Begegnungsformate, digitale Plattformen, Mitgestaltungsmöglichkeiten oder soziale Dienstleistungen. Es stärkt Zugehörigkeit, Engagement und gegenseitige Unterstützung.
Geringere Mieterfluktuation, reduzierte Betriebskosten, weniger Vandalismus und höhere Quartiersattraktivität – all das kann sich messbar auszahlen. Community-Building steigert den sozialen Wert und langfristig auch die wirtschaftliche Performance eines Quartiers.
Ein Modell zur systematischen Umsetzung von Community-Maßnahmen. Die sieben Felder (z. B. Wohnen, Mobilität, Gesundheit, Bildung, Umwelt) bilden die Grundlage für die Entwicklung und Wirkungsmessung sozialer Aktivitäten im Quartier.
Ein Bewertungsmodell zur Strukturierung von Social Impact in fünf räumlich-funktionalen Clustern: Urban Mix, Infrastruktur, Identität, Konnektivität und Umfeld. Es dient der Analyse und Entwicklung ganzheitlicher Quartierskonzepte.
Die Sozialtaxonomie ist ein Klassifikationssystem der EU zur Definition sozial nachhaltiger wirtschaftlicher Aktivitäten. Für Wohnungsunternehmen bedeutet das: Wer gesellschaftlich wirkt, kann dies künftig in Berichten und Finanzierungen gezielt darstellen – z. B. durch Zugang zu sozial orientierten Investments.
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